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Verfahrensbeschreibung
Das Plasmapolieren setzt neue Maßstäbe in der Oberflächenbearbeitung beim
Reinigen, Polieren und Entgraten von metallischen Teilen
und kann selbst für komplexe Teilegeometrien unterschiedlicher Werkstoffe Anwendung finden.
Der apparative Aufbau ähnelt dem herkömmlichen elektrochemischen Polieren.
Die elektrolytische Zelle besteht im
Prinzip aus einem katodisch gepolten Elektrolytbehälter mit einer geheizten Elektrolytlösung
und
anodisch gepolten Werkstücken.
Leistungs- und Steuerungseinheiten vervollständigen die Anlage.
Die wesentlichen Unterschiede bestehen in der Elektrolytzusammensetzung, den energetischen Rahmenbedingungen, den Prozesszeiten sowie den Abtragbedingungen und –mengen.
Das Plasmapolierverfahren
verwendet niedrig konzentrierte wässrige Salzlösungen,
die als ökologisch unbedenklich gelten.
Die Entwicklung
materialspezifischer Elektrolyte, die sich das BTE e. V. zur Aufgabe macht,
erfolgt bezüglich Handhabung und Entsorgung immer unter dem Aspekt der Umweltverträglichkeit.
Die elektrische Badspannung ist um ein
Mehrfaches höher als beim elektrochemischen Polieren, da sich aufgrund einer DC-Entladung an der Anode ein Plasmafilm um das Werkstück ausbildet.
Die sich einstellende Flächenstromdichte ist mit
0,1A/cm² mit der des elektrochemischen Polierens vergleichbar.
Der Materialabtrag ist abhängig von den eingesetzten
Werkstoffen, den Elektrolytlösungen, sowie den Bad- und Prozessparametern und ist in etwa eine Zehnerpotenz geringer als beim elektrochemischen Polieren.
Beim Plasmapolieren wird die Mikrogeometrie eingeebnet, während die
Makrogeometrie unbeeinflusst bleibt. Kanten und Spitzen werden aufgrund
der Feldlinienverteilung bevorzugt abgetragen.
Deshalb eignet sich das Plasmapolieren auch zum Entgraten und Glätten von Schnittkanten.
Geringe Vor- und Nachbehandlungsarbeiten gestalten das Verfahren effizient.
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